Dementium 2
Rätsel und blutige Metzeleien im Sanatorium für kriminelle Geisteskranke
Quietschende Türen, schlurfende Gestalten, gigantische Monster: Der Nachfolger des DS-Horrorspiels „Dementium“ geizt nicht mit drastischen Accessoires aus der Grusel-Requisitenkiste. Der Spieler steuert einen Mann namens William Redmoor durch das Bright Dawn Treamtment Center für kriminelle Geisteskranke. Fachärzte nahmen kurz zuvor eine Operation an Redmoors Hirn vor, wobei jene menschlichen Organe höchst empfindlich sind und dem jeweiligen Besitzer gern eine verzerrte Wirklichkeit vorgaukeln, wenn einige Synapsen falsch geschaltet sind. So tauchen in Redmoors Wirklichkeit bald Dämonen und andere Höllengestalten auf und bedrohen den armen Kerl während seiner Odyssee durch düstere Flure, speckige Krankenzimmer und die Straßen eines heruntergekommenen Städtchens.
Der erste Teil brachte 2008 nach langer Zeit wieder einen echten „ab 18“-Titel auf Nintendos DS, das Spielvergnügen litt indes unter einer sperrigen Steuerung. Da Capcom seit dem vergeigten DS-„Resident Evil“ die mobilen Varianten der Horrorserie nur fürs iPhone anbietet, ist „Dementium 2“ für Horrorfans besonders interessant. Die Entwicklung bediente sich munter aus der Zutatenkiste für die „Resident Evil“- und die „Silent Hill“-Spiele. Dementsprechend gibt’s neben Hunderten Ballerszenen einige knifflige Rätsel und Suchaktionen im Halbdunkel, wobei eine Karte dabei hilft, Gegenstände, Gegner und den Helden zu orten. Hübsch gemacht ist übrigens die Homepage, die den „Dementium“-Grusel auf subtile Weise vorführt. < (pk)
Fazit:
Diese Gruselchose bereichert das sonst stark vernachlässigte Segment mit Erwachsenenspielen für den DS.
Verkaufsargumente:
• Grusel-Atmosphäre
• abwechslungsreiche Rätsel
• verbessertes Speichersystem
Dementium 2
Ordertipp: B
Plattform: NDS
Genre: Action
Publisher: Southpeak
Vertrieb: Topware
USK: 18
EVT: 05.03.2010
UVP: ca. 30 €




