Die Rache der Core Gamer
Fast schon abgeschrieben schien er lange zu sein: der Core Gamer, „der nur umständlich über Fachmagazine zu erreichen ist, dem man kein X für ein U vormachen kann, und der ja eh schon weiß, was er kaufen will.“ Wie verheißungsvoll dagegen die Aussicht, unwissende Casual Gamer mit wenig Entwicklungsaufwand zum Kauf immer neuer DS-Titel anzustiften!
Meinung statt Mainstream
Das Informationsangebot zum Thema Videospiele ist – gelinde gesagt – erdrückend. GameStar, GamePro, PC Games, PS3M, 360 Live, Gee Mag: Am Kiosk tummeln sich dutzende von Magazinen. Als sei das noch nicht genügend Lesestoff, hat der Gamer im Internet die Qual der Wahl zwischen zahllosen Angeboten, mögen sie nun 4players, Eurogamer oder Gamona heißen.
„Move vereint das Beste beider Welten“
Interview mit Shuhei Yoshida: Die E3 2010 stand ganz im Zeichen der drei Firstpartys, und nicht zuletzt deren grundverschiedener Ansätze zur Bewegungssteuerung. Sony glaubt, mit Playstation Move das beste der drei Systeme in petto zu haben. Wir haben den Präsidenten der SCE Worldwide Studios zudem zum angeblichen 3D-Trend und zum Lebenszyklus der aktuellen Konsolen befragt.
Potente Namenspender
„Name ist Schall und Rauch“, sagt Goethes Faust zu Gretchen. Stimmt das? Kinder, die dank unserer Standesämter von Rechts wegen Pepsi-Carola, Winnetou, Pumuckl und sogar Kevin oder Chantal heißen dürfen, haben wohl andere Erfahrungen. Und auch bei Spielen entscheidet der Name mit über die Zukunft. Hersteller betreiben die Suche danach deshalb oft als Wissenschaft.
Genre-Grenzen
Der eine läuft mit vorgehaltener Wumme und im wippenden Ego-Shooter-Gang durch dunkle Korridore, der nächste lässt sein jauchzendes Alter Ego auf Knopfdruck hoch hinaus und possierliche Feinde zu Tode hopsen. Wieder andere drücken am liebsten das virtuelle Gaspedal bis zum Anschlag durch, treten mit viel Fingerschmackes das Leder über den Platz, befehligen miniaturisierte Heereswürmer oder bringen bei Rollenspiel- und Adventure-Puzzles die grauen Zellen zum Rauchen.
Zwischen allen Stühlen
Der Name GameStop ist in der Spielebranche ein Reizwort. Als größte Games-Handelskette der Welt steht das Unternehmen im Rampenlicht: Publisher und Einzelhändler verfolgen ihre Aktivitäten mit Skepsis. IGM hat sich umgehört, Meinungen gesammelt und auch GameStop selbst zu Wort kommen lassen. – Ende 2006 erschien in IGM ein Artikel mit der Überschrift „GameStop: Angriff auf die Spiele-Fachhändler“.
Spielemarkt Osteuropa 2010
Seit 2007 ist einiges passiert im Spielemarkt Osteuropa. So explodierte im wichtigsten Teilmarkt, dem russischen, der Anteil der großen, nationalen Handelsketten. Damals machten sie etwa 20% der Gesamtverkäufe aus, heute sind es bereits mehr als 40 Prozent. Viele kleine, überwiegend regionale Ketten und Einzelhändler sind also pleite gegangen – vermutlich, weil sie mit den Discount-Aktionen der Großen nicht mithalten konnten.
Verleihnix?
Finger in die Wunde legen ist schön und gut, und unserer Rubrik „Auf ein Wort“ zufolge schätzen viele die kritische Berichterstattung der IGM. Wir können aber auch anders! Positiv. Lebensbejahend. In rosa Farben. Nehmen wir nur mal das Thema Spiele-Awards, was fällt uns dazu wohl Gutes ein? Dieses etwa: Hierzulande werden derart viele Trophäen verliehen, dass quasi jeder eine abkriegt. Na bitte, geht doch auch mal weniger schwarzmalerisch.
Auf in die dritte Dimension!
Die 3D-Welle hat das Kino mit voller Wucht erfasst. James Camerons Science-Fiction-Märchen Avatar spielte bislang mehr als 2,7 Milliarden US-Dollar ein und ist damit der erfolgreichste Film aller Zeiten. Tim Burtons Alice im Wunderland, gerade mal am 5. März gestartet, hat jetzt schon knapp 900 Millionen Dollar in die Kassen gespült. Angesichts solcher Erfolge setzen immer mehr Filmstudios auf 3D.
„Raubkopierer sind keine Verbrecher“
Steffen Itterheim, er war unter anderem bei Electronic Arts Phenomic an der bekannten SpellForce-Reihe beteiligt, verdient seinen Lebensunterhalt seit über zehn Jahren als Spieleentwickler. Insofern wirken seine Thesen überraschend bis provokant: Schwarzkopierer, wie es korrekt heißen müsste, seien keine Verbrecher oder Arbeitsplatz-vernichter, sondern einfach nur Marktrealität.





