Das große Ganze
Der Mensch denkt gern in Schubladen. Es verleiht eine gewisse Sicherheit, wenn man nicht gleich das „große Ganze“ kapieren muss, sondern nur einen Teilbereich. Mir geht das genauso. Den Oliver P. Kuhrt etwa begreife ich als Chef der gamescom, der den lieben langen Tag nichts anderes macht, als sich zu überlegen, wie er es den Sonys, Microsofts, Nintendos und den ganzen Third Party-Burschen dieser Welt im August gemütlich machen kann…
Bratwurst
Jetzt, da der mega Hype um den Lara-Award 2010 so gaaaaanz langsam abgeebbt ist, können wir allmählich auch wieder nüchtern werden und locker durch die Hose atmen. Ich war persönlich nicht auf der Veranstaltung zugegen, da wie immer nicht eingeladen. Dennoch gehe ich mit offenem Visier durchs Land – auch durchs Internetländle, um rechts und links zu schauen, wer das Gamesbranchle im allgemeinen so weiterbringt.
Bundestrainer
In der Gamesbranche verhält es sich so wie mit der Nationalmannschaft. Ein jeder gibt Ratschläge und Prognosen ab, fordert, kritisiert und tut sein Halbwissen kund. Eine Nationalmannschaft, 80 Millionen Bundestrainer. Eine Gamesbranche, tausende Besserwisser. Am exekutiven Hebel würde auch gerne Dr. Jens Uwe Intat von Electronic Arts sitzen. Aus Genf, einem Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft und Europa-Sitz von EA, hört man ja ansonsten nicht allzu viel.
Gute PR
Messen und Messelchen sind im Vorfeld ihrer Eröffnung natürlich auf gute PR aus. Da gute PR aber nur in den seltensten Fällen mit rein positiver PR zu tun hat, bedient man sich gerne der medialen Partnerschaft, was für Printobjekte nichts anderes heißt, dass sie artig über Öffnungszeiten, keynote-speaker und allerhand Nebensächliches zur jeweiligen Veranstaltung berichten und dafür kostenlos ein paar tausend Heftchen vor Ort auslegen dürfen.
Donnerstags um 20:15
Wenn es schon die hiesigen Verbände, Vereine und Verlagshäuser nicht schaffen, der Branche durch krude anmutende Verleihungszeremonien zu einem gewissen Platz in der öffentlichen Wahrnehmung zu verhelfen, müssen eben einzelne Publisher herhalten. Hohn und Spott haben wir dank des „Deutschen Computerspielpreises“ in den letzten Wochen auch schon zur Genüge geerntet.
Umzugskosten
Befassen wir uns heute mit dem deutschen Messewesen. Für die Unwissenden unter uns: Ja, wir haben zwei Messen. Die eine ist in Köln beheimatet und nennt sich gamescom, die andere heißt GCO – Games Convention Online – und findet seitdem die Gamesbranche die GC doof fand, weiterhin und hartnäckig im Barfußgässchen statt. bzw. in seiner Nähe.
Corinna’s Glocken
(IGM 05/10) Ihr Autoresponse hat Sie verraten. 80 Prozent der am 09. April gesendeten Mail, welche die Inhalte der vorliegenden IGM-Ausgabe anteaserte, kam retour. Auch ich habe Ostern dazu missbraucht, einige freie Tage dranzuhängen und düste gen Gran Canaria. Eigentlich wollten meine Familie und ich in die Berge. Aber die Berge waren zu hoch und die Straßen zu unbefestigt.
Schallendes Gelächter
(IGM 04/10) Es liegt in der Natur des Menschen, sein geistiges Eigentum zu schützen. Vor allem, wenn es um einen richtigen Batzen Geld geht. Das ist heute so wie früher – genauer gesagt wie vor 12 Jahren, im Februar 1998. Damals einigte sich die Computer- und Unterhaltungsindustrie über ein Kodierungsverfahren für DVD’s.
Rach anrufen
Die Resonanz auf unsere letzte IGM-Ausgabe war enorm. Nun ist Resonanz bei IGM aber mitnichten immer mit Lob gleichzusetzen, vielmehr ging es um eine sehr kritische Auseinandersetzung mit einem Thema, das da „temporäre Benachteiligung des Groß- und Einzelhandels“ innerhalb der Veröffentlichungspolitik einiger Publisher heißt.
Chancengleichheit
Ende letzten Jahres war es Modern Warfare 2 aus dem Hause Activision Blizzard vorbehalten, für unrühmliche Furore zu sorgen. Trefflich beschrieben von RA Stephan Mathé in seiner letzten IGM-Kolumne. Das Jahr 2010 währt noch nicht einmal zwei Monate, da machte auch schon ein weiteres Spiel auf recht befremdliche Art von sich reden: Mass Effect 2 von EA.





