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Markt im UmbruchUK ist der größte Markt für Videospiele in Europa – und nach den USA und Japan der drittgrößte weltweit. Doch die Branche hat mit allerhand Schwierigkeiten zu kämpfen: Die Krise des Retailers GAME Group hat das nur noch deutlicher zutage treten lassen. Am Morgen des 2. April war es offiziell: Die GAME Group hatte doch noch einen Käufer für ihr UK-Geschäft gefunden. Damit endete ein wochenlanges Hin und Her um die Zukunft der insolventen Handelskette. Bereits im Februar hatten sich die massiven Finanzprobleme des Unternehmens abgezeichnet: Mehrere wichtige Lieferanten entzogen GAME daraufhin ihre Gunst und stellten keine Ware mehr zur Verfügung. Am 26. März begann das Insolvenzverfahren: 277 Filialen wurden sofort geschlossen, 2100 Mitarbeiter verloren ihren Job – und werden ihn auch nicht wiederbekommen, trotz des Verkaufs.
„Dieser Deal dürfte viele Jobs und Filialen retten. Er wird GAME eine Atempause verschaffen, in der es eine neue Unternehmensstrategie entwickeln kann. GAME hat unter dem Retail- und Online-Wettbewerb gelitten, unter der Verschiebung vom physischen zum digitalen Handel, und auch unter der Entscheidung internationaler Publisher, GAME nicht mit Neuerscheinungen zu beliefern.“ Angesichts des rasanten Übergangs hin zum digitalen Vertrieb müsse das Unternehmen nun selbst eine Digitalstrategie entwickeln – und zwar möglichst schnell, so Wilson. Auch der konkurrierende Branchenverband UKIE meldete sich zu Wort. „Dass Baker Acquisitions das UK-Geschäft von GAME erworben hat, ist ein sehr positiver Schritt für die britische Spieleindustrie“, kommentierte Dr. Jo Twist, Geschäftsführerin von UKIE. „Keinen spezialisierten Spielehändler auf der High Street zu haben, wäre für die Industrie ein großer Verlust.“ Die wachsende Branche ermögliche es Menschen, auf unterschiedlichste Art zu spielen. „Der Einzelhandel spielt in diesem dynamischen Markt aber immer noch eine wichtige Rolle“, so Twist. |
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