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Aktuell Kommentar: Wie peinlichLangsam wird es peinlich. Oder besser gesagt: Oberpeinlich. Ich war nie jemand, der in die „Warum-sind-wir-nur-aus-Leipzig-weggegangen-da-war-es-doch-so-schön-und-das-Barfußgässchen-so-charmant“-Kerbe geschlagen hat. Jetzt schon. Denn: Warum haben wir eigentlich Leipzig den Rücken gekehrt? Moderate Preise in den Hallen, moderate Preise bei Hotels, Restaurants und Taxifahrern. Immer schien die Sonne – und man hatte bei jedem Gespräch mit den Einheimischen das Gefühl, etwas für den Aufbau Ost zu tun. F2p gab es damals noch nicht. Man war unter sich. So wie eine Familie beim Abendessen unter sich ist. Köln hat diese Familie entzweit. Dafür kann Köln so rein gar nichts. Die Mannschaft der gamescom macht ihren Job. Daran ist nur die Branche selbst Schuld. Sony wird sich dieser Tage gut überlegen, ob man die noch nicht ganz trockene Tinte unter dem gamescom-Vertrag nicht doch wieder mit Tipp-Ex übermalt. Aber egal, ob Sony nun kommt oder nicht: Die Branchenmesse gamescom ist keine mehr. Für mein Editorial in der IGM-Ausgabe 07/12, das die Überschrift „Party ohne Gastgeber“ trug, habe ich viel Schelte einstecken müssen. Zu Unrecht, wie sich jetzt herausstellt. Mein Tipp an die Kölner: Konzentriert Euch künftig auf Messen, deren Protagonisten verlässlich sind und die auch hierzulande etwas zu sagen haben. Eine gamescom in Köln wird es meines Erachtens 2013 nicht mehr geben. Weil einige BIU-Mitglieder nicht verstehen, dass Messen wie diese das Ansehen einer gesamten Branche voranbringen, sondern allein ihre Eigeninteressen verfolgen. Mangels Kohle. Mangels Produkt. Mangels Weitsicht. Unprofessionalität ist das eine. Kollektives Versagen das andere. Wie peinlich! |
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