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Magazin: story

 "Unbox your Life!" von Tobias Beck
"Unbox your Life!" von Tobias Beck

Alles doof - Oder?

Ist Ihr Leben auch eines der härtesten? Ist der Job frustrierend, die Kollegen nervig und der Chef unfair? Dann sind Sie vielleicht reif für eine Veränderung: Unsere Gesprächspartner verraten, wie Sie Ihr Leben mutmaßlich zum Besseren verändern und Chancen nutzen können, wenn wieder mal "alles doof" ist.
Es gibt Tage, an denen würde man am liebsten im Bett bleiben. Ganz lange. An diesen Tagen ist das Wetter mies, der Job saudoof – und naja… der Ehepartner sah irgendwie auch schon mal besser aus. Also was? Nochmal umdrehen? Ach nein, da liegt ja der Ehepartner. Vermutlich besser, man quält sich doch noch hoch. Auf zur Konfrontation mit dem undefinierbaren Selbst im Badezimmer-Spiegel und einem neuen Tag in der Glückseligkeit des Hamsterrads. Vorausgesetzt natürlich, man schafft es durch den Stau und überlebt trotz Magengeschwür auch den zehnten Kaffee im Büro. Denn manchmal ist halbstündlicher Kollegen-Tratsch in der Küche das einzige, was uns davor bewahrt, uns mit einem angespitzten Bleistift selber zu lobotomieren.

Klar: Wir könnten uns natürlich nach Alternativen umsehen. In der Hoffnung, dass unser Alltag danach nicht mehr ganz so grauenvoll ist. Aber wir haben uns daran gewöhnt, ein zwar irgendwie lästiges, aber auch angenehm berechenbares Leben zwischen Prokrastionations-Spirale, gerade noch tolerablem Frust-Level und der Vorfreude auf den Feierabend zu führen. Wir sind zu müde zum Ausbrechen, aber gleichzeitig zu genervt, um die noch verbliebenen Annehmlichkeiten wirklich genießen zu können. Wie den abendlichen Ausritt in "Red Dead Redemption 2" oder Kinder-Pinguí aus dem Kühlschrank.

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Bei chronischer Meckeritis
sollte man etwas ändern
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Kurzum: Gründe zum Jammern gibt's jede Menge – denn schwer hat's fast jeder irgendwie. Aber ist uns das Hadern mit dem Schicksal inzwischen zur zweiten Natur geworden und verwehrt uns chronische "Meckeritis" den Blick auf schöne Dinge oder großartige Chancen, dann sollten wir etwas ändern.

Bewohner und Superstars
Denn laut dem bekannten Life- und Erfolgs-Coach
Tobias Beck sind wir auf bestem Wege, ein "Bewohner" zu werden. In seinem neuen Buch "Unbox your Life!" bezeichnet der aus dem B2B-Bereich kommende Motivations-Experte solche Zeitgenossen als "Bewohner", die Körper und Welt zwar okkupieren – vor lauter schlechter Laune aber verlernt haben, die damit verbundenen Chancen zu nutzen. In seinem Buch beschreibt der Coach, der auf seinen Keynotes wie ein Star gefeiert wird, wie man vom Bewohner zum "Superstar" avanciert und dadurch erfolgreich wird, dass man sein Leben in den Dienst "einer größeren Sache" stellt. Wie wir durch harte Arbeit lernen, "demütig zu sein" und unser "eigenes Ego hinten anzustellen". Bei Unternehmensberatungen wiederum predigen er und seine Chef-Trainer, "die Hierarchie-Pyramide herumzudrehen". Manager sollen ihre Teams schützend von unten stützen – und nicht überheblich von oben Tritte austeilen, die sich dann nach unten weiter fortsetzen. Dann würde – so Beck im Gespräch mit IGM – "die Krankheitsquote unter den Mitarbeitern schlagartig sinken" und wir "nicht mehr nur über Urlaubs- oder Brückentage diskutieren".

Kleinselbständigen wiederum rät er, "nicht mehr nur auf den einen großen Auftrag zu warten", der mutmaßlich alles wieder schön macht. Vielmehr sollte man "mit dem besten Wissen, über das man verfügt", direkt an den Endkunden herantreten. "Man sollte sich heute nicht mehr darauf beschränken, für seine Inhalte die Plattformen anderer zu nutzen", führt er weiter aus. "Man sollte vielmehr selber zur Plattform werden!" Beck zufolge kann man für den Aufbau einer solchen Plattform z.B. Freizeit-Räume verwenden – abseits des Firmen-Alltags oder dem täglichen Abarbeiten von Aufträgen. Dabei weiß der Coach und "Speaker" selber, wie anstrengend das sein kann: Auch der Aufbau seines eigenen Unternehmens fand unter Härte-Bedingungen statt. Bevor Beck 15 Festangestellte und 30 Freelancer beschäftigen konnte, war er – eigenen Ausführungen zufolge – selber in der "Diamantenschleifmaschine" und hat "von den Besten gelernt". Um diese Herausforderungen zu überstehen, müssten wir vor allem "hungrig sein". "Natürlich kann man es sich heute auch in der Hängematte bequem machen und sich medial berieseln lassen", erklärt er uns. "Aber wenn Du ‚hungrig' und von der Frage ‚besessen' bist, wie andere von Dir und Deinen Fähigkeiten profitieren können, dann bist Du schneller erfolgreich als Du gucken kannst."

Am Anfang kleine Brötchen
Dafür müsste der Betroffene aber zunächst kleine Brötchen backen und den Verdienst nicht für Konsumgüter verschleudern, sondern das Geld lieber sparen, um es anschließend "clever zu re-investieren" – zum Beispiel in Weiterbildungen und die Verbesserung der eigenen Fähigkeiten. "Würde man mir heute mein Unternehmen und all meine Angestellten wegnehmen, dann wäre ich trotzdem in wenigen Monaten wieder oben auf – weil ich weiß, wie es läuft und wo auf dem Weg zum Erfolg die Steine liegen. Ich habe mein Geld darin investiert, mich von Profis ausbilden zulassen, BEVOR ich mir ein Haus gekauft oder fette Urlaube geleistet habe. Man muss immer zuerst in Wissen investieren, nicht in Dinge", so Beck.

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Schneller erfolgreich als
Du gucken
kannst
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Außerdem dürfe es nicht vordergründig um den monetären Erfolg gehen: "Demut und Dankbarkeit sind die Schlüsselwörter für den Erfolg. Und die Frage nach dem, was größer ist als man selber. Wir brauchen nicht noch mehr Millionäre – wir brauchen vielmehr Leute, die Probleme lösen und einen Rahmen schaffen, in dem junge Diamanten geschliffen werden." Rücksichtslose Ellenbogen- und Erfolgsmentalität dagegen wären seiner Erfahrung nach schadhafte Überbleibsel der 80er- und 90er-Jahre: Eine Zeit, in der Manager durch bloße Kompetenz rücksichtslos von oben nach unten durch-regieren konnten. Heute dagegen würde diese "Strategie" eher zur Erosion als zur Schaffung von neuen Strukturen führen.

Wer dagegen ein existentes Angestelltenverhältnis verbessern und zwecks Karriere nicht unbedingt in die freie Wirtschaft wechseln will, dem gibt der Coach ähnliche Tipps: Auch hier geht es ihm zufolge vor allem um Wissen. "Nicht übellaunig die Büro-Atmosphäre verpesten, sondern sich vielmehr durch besondere Fähigkeiten unentbehrlich machen" lautet hier die Kernbotschaft.

Was weiß der denn schon?!
Vermutlich hört sich das gerade für solche Arbeitnehmer oder auch Selbständige besonders provokant an, bei denen das sprichwörtliche Kind längst in den Brunnen gefallen ist – und wo es trotz bemühten Wasser-Tretens jeden Tag ein bisschen tiefer sinkt. Für die sind Becks Worte vermutlich ein Affront – und "Coach" oder "Trainer" bereits Reizworte. Denn: Die reden doch sowieso alle nur schlau daher – richtig? Wieviel kann jemand von meiner harten Lebensrealität wissen, der mit festgefrorenem Grinsen über große Bühnen wandelt und für einen Haufen Geld Motivations-Phrasen drischt, während ich mich für Pipifax-Beträge abrackere?!
Darum haben wir die Probe aufs Exempel gemacht und uns nach Tobias Beck noch mit solchen Kollegen unterhalten, die harte Zeiten genutzt haben, um sich selber neu zu erfinden – und die gestärkt aus der jeweiligen Prüfung hervorgegangen sind. Wie waren ihre Erfahrungen? Können sie die Erfolgs-Leitsätze des Trainers bestätigen?

Unter unseren Verhör-Partnern findet sich z.B. der einstige Krawall- und Webedia-Redakteur André Peschke: Der hat zusammen mit seinem ehemaligen Gamestar-Kollegen Jochen Gebauer den Pod­cast "Auf ein Bier" ins Leben gerufen und generiert mit ihm ungefähr 28.000 Euro monatlich. Alles dank eines Premium-Modells, bei dem hochwertiger Lausch-Content gegen "Patreon"- oder "Steady"-Spenden geliefert wird. Geld, von dem die beiden Start-Up-Unternehmer inzwischen Angestellte und Freelancer beschäftigen, die das Podcast-Angebot um mehrere tägliche Formate bereichern.

Freibier dank Backern
Peschke zufolge gehört absolute Transparenz gegenüber den "Backern" oder "Spendern" zum USP der kleinen Firma: Mehr als 5.000 monatliche Unterstützer wollen genau wissen, für was die Plaudertaschen "ihr Geld" verpulvern – und das Team liefert diese Information. Ein weiterer "Reinheits-Garant" der Redaktion: Spiele-Muster werden nicht bei den Herstellern angefordert, sondern brav im Laden gekauft – man gibt sich also unbestechlich. Darüber hinaus bleibt das Angebot werbefrei und man erhebt auch keinerlei User-Daten.

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Nicht jeder
hat die mentalen Reserven
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Das klingt zunächst mal nach keiner großen Reichweite – aber das "Auf ein Bier"-Team lebt gut davon. "Heute tun sich immer mehr solche Nischenangebote auf", erklärt uns Peschke. "Kleine Operationen, für die das bisschen Geld, das sie dann über Patreon & Co. reinholen, völlig ausreichend ist. Auch wenn dahinter nur ein paar tausend oder vielleicht sogar nur einige hundert User stehen."

Einfach mal machen!
Bis die beiden so weit waren, dass sie von dem Geld leben konnten, hat es keine fünf Monate gedauert – bis dahin haben Gründerzuschuss und andere Jobs geholfen. Sicher war der Durchbruch aber keinesfalls: "Nachdem ich Webedia verlassen hatte, wusste ich erstmal nicht wirklich, wie es weitergehen sollte", erinnert sich André. Doch den Podcast hatte man bereits – und mehrere Patreon-Unterstützer ebenfalls. Also hat man den Sprung ins kalte Wasser riskiert und sich mit viel harter Arbeit vergrößert. Woche für Woche und Tag für Tag.
Was empfiehlt Peschke also solchen Kollegen, die es ihm gerne gleichtun würden – und die sich vom Vorbild "Auf ein Bier" inspiriert fühlen, um ebenfalls aus dem "Hamsterrad" auszubrechen? "Das klingt jetzt vielleicht sehr klischeehaft – aber man sollte die Dinge verfolgen, die man liebt und gut kann", vermutet er. "Natürlich ist das nicht einfach und muss auch nicht bei jedem klappen", fährt er dann – etwas vorsichtiger – fort. "Aber mal im Ernst: Man verbringt mindestens ein Drittel seiner Lebenszeit mit Broterwerb. Und diese Zeit bei etwas zu verplempern, was einen unglücklich macht, das halte ich für eine geradezu groteske Verschwendung. Weiterhin nehme ich an, dass es sehr viele Menschen gibt, die sich gelähmt fühlen, aber eigentlich über Freizeit-Kontingente verfügen, um solche Versuche zu unternehmen. An diese wahrscheinlich nicht unerhebliche Menge möchte ich deshalb einen Aufruf richten: Einfach mal machen und ausprobieren! Aber ja, natürlich gibt es auch Personen, die durch Job und Kind dermaßen ausgelastet sind, dass das für sie nicht funktioniert. Und nicht jeder verfügt über endlose mentale Reserven, um neben all dem noch etwas Neues aus dem Boden zu stampfen."

Trends rechtzeitig erkennen
Schon vor langer Zeit "aus dem Boden gestampft" hat HandyGames-Mitgründer und -Geschäftsführer Christopher Kassulke: Durch den Verkauf seiner Firma an THQ Nordic und Marken-Zuwächse wie "Jagged Alliance" oder engagierte Indie-Projekte á la "Through the Darkest of Times" schwimmt der Geschäftsmann aktuell auf einer Erfolgswelle. Aber das war innerhalb von fast 20 Jahren seit Firmengründung nicht immer so. Auch bei HandyGames musste man sich von einem durch Auftragsarbeiten getragenen Studio weg- und hin zu einem Unternehmen entwickeln, das Trends rechtzeitig erkennt und für sich nutzt. "Letztlich muss man alles analysieren und ausprobieren", erklärt uns Kassulke. "Ressourcen aufzuteilen und auch mal eine Weile mehrere Modelle parallel zu fahren, das kann den entscheidenden Unterschied machen. Flexibilität ist gerade heute oberstes Gebot – ein ‚Das haben wir doch schon immer so gemacht!' darf es nicht mehr geben. Man muss ständig innovativ sein, und das nicht nur für ein einziges, erfolgreiches Projekt. Läuft es dank einer solchen Innovation gerade besonders gut, muss man das gewonnene Kapital direkt in die Analyse und Entwicklung neuer Innovationen stecken. Viele machen den Fehler, dass sie das erst erkennen, wenn sie schon an der Klippe stehen. Oder sie laufen wie Lemminge irgendwelchen Trends hinterher, die andere längst abgegrast haben. Darum gilt: Keine Angst davor haben, etwas zu probieren oder aus eigenen Fehlern zu lernen! Denn: Gründe, um etwas nicht zu tun, die findet man immer, wenn man nur lange genug danach sucht."

Nicht lange gefackelt hat dagegen das Team von Rocket Beans: Nachdem MTV den Hamburger "Game One"-Machern trotz hervorragender Quoten den Boden unter den Füßen weggezogen hatte, stand die nur wenige Jahre davor gegründete GmbH erstmal vor dem Nichts. Mitgründer Etienne Gardé erinnert sich: "Natürlich war das ein herber Schlag – aber durch das überwältigende Feedback der Community haben wir schnell gemerkt, dass die Marke Rocket Beans und unser Produkt intakt waren und unsere Geschichte noch nicht zu Ende erzählt. Also haben wir erstmal aufs Konto geschaut und gesehen, dass wir noch etwa Geld für drei Monate hatten, um den Laden am Laufen zu halten – plus einige weitere, die wir per Crowdfunding finanziert haben."

Der Wechsel zu einem Rund-um-die-Uhr-Format auf Twitch erschien danach nur logisch. Eine Entscheidung, die dem Team um Gardé, Simon Krätschmer, Daniel Budiman und Nils Bomhoff viel Erfolg brachte. Obwohl man bei Twitch zunächst nicht davon begeistert war, dass die Rocket Beans auch mit Formaten wie Koch-Shows oder Filmbesprechungen kokettieren und dabei – streng genommen – gegen das Gaming-Reinheitsgebot der Plattform verstoßen. Geld spielen die Hamburger heute vor allem über Sponsoring-Verträge und Affiliate-Abschlüsse ein – außerdem hat man mit dem "Supporter's Club" kürzlich eine eigene Plattform für die Spenden-seitige Unterstützung durch die Fans gegründet. "Tatsächlich akquirieren wir Werbekunden weniger über unsere Reichweite als vielmehr über unser Image und die Marke Rocket Beans. Auch unsere vergleichsweise erwachsene Zielgruppe ist für viele Werbetreibende sehr interessant. Ebenso wie der Umstand, dass es einfach keinen vergleichbaren Internet-Sender für Nerds gibt", erklärt Etienne.

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Gründe, um etwas nicht zu tun,
findet man immer!
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Bisher hätte man auf diese Weise jedes Jahr – wenn auch manchmal nur knapp – schwarze Zahlen geschrieben. Das wäre nicht zuletzt einer "sehr konservativen Kosten-Kalkulation" geschuldet, die immer vom "worst case" ausginge. "Wir haben aber noch keine Zahlen erreicht, bei denen wir uns entspannt zurücklehnen können. Das ist jedes Jahrs aufs Neue ein ganz schöner Kampf und natürlich auch immer mit einer gewissen Angst verbunden."

Alles auf eine Karte
Heute beschäftigt die über gleich mehrere, teils improvisierte Büros und Studios im Schanzenviertel verteilte Rocket Beans GmbH immerhin 85 Angestellte. Trotzdem gibt sich Gardé keinen Illusionen hin: "Man muss sich schon überlegen, was man gut kann und dann prüfen, ob es dafür einen Bedarf gibt. Einfach nur zu erwarten, dass man mit dem viel Geld verdienen kann, worauf man gerade Bock hat, das wäre vermessen. Mit etwas Glück findet man einen Dreh, der funktioniert – aber natürlich ist das unglaublich schwierig. Gerade für freischaffende Medienmacher ist es nicht leicht, weil online die Preise nicht stimmen. Auf alle Fälle kann es nie schaden, auf vielen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen sowie seine Inhalte mehrfach aus- und auch verwerten zu können."

Inhalte "mehrfach zu verwerten", darauf hat sich auch der Münchener Indie-Händler Christian Corre spezialisiert: Der Handel mit Neuwaren ist für sein verspieltes Laden-Lokal "Nippon Dreams" längst nicht mehr das einzige Standbein. Mindestens ebenso wichtig ist das florierende Geschäft mit Retro-Artikeln, für die der Händler vor einiger Zeit ein neues Internet-Portal gegründet hat: Unter dem Titel "Retroplace" können angemeldete User ihren wuchernden Bestand an alten Konsolen und Spielen verwalten oder aber mit ihren Schätzen handeln. Aktuell hat die junge Plattform zwar nur einige tausende User, die sich um prominente Retro-Platzhirsche wie den Kollegen Thomas Nickel herum gruppieren – aber der Benutzer-Bestand des retrospektiven Tummelplatzes wächst rasch und stößt in der Fachpresse auf Begeisterung. Für Corre soll das Format bald ein zusätzliches Einkommen generieren, denn der Münchener verdient an den Verkäufen mit. Frei nach dem Motto: Der kluge Mann baut vor. Ob das Modell tatsächlich Erfolg haben kann, weiß er nicht, aber Corre ist von seiner Idee überzeugt. Und allein diese Überzeugung war ihm eine stattliche Investition in die Schaffung und Bewerbung des Portals wert. Denn auch er will Trends nicht hinterherlaufen, sondern sie lieber selber schaffen.

Zugegeben: Etwas vorsichtiger als der Coach klingen die ebenso erfolgreichen wie leidgeprüften Branchen-Kollegen schon – vom Podcaster über den 24/7-Entertainer bis hin zum Spiele-Händler auf der Suche nach Zukunftsmodellen. Aber ihre Kern-Botschaften decken sich weitgehend mit den Aussagen von Tobias Beck: Hungrig sein. Stärken und Kompetenzen weiter ausbauen. Nicht jammern, sondern machen. Und sich im Zweifelsfall auch ruhig mal neu erfinden. Ach ja: Und bereit sein, SEHR viel Zeit in das zu investieren, von dem man "besessen" und überzeugt ist.

Ein allgemeingültiges Konzept für Erfolg und Glück gibt es dabei vermutlich nicht. Aber so viel steht fest: Wenn man sich nicht auf den Weg macht, um es aufzuspüren, dann wird man es auch nie finden. Und bis zur Rente schlecht gelaunt in der von "Bewohnern" überlaufenen Kaffeeküche aus unserem Einstiegs-Szenario versauern. (rb)