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Business News

Kommentar: Sehen Sie es sportlich

Sicher, für keine Messe dieser Welt ist es schön, wenn einer der Hauptprotagonisten (in diesem Fall Nintendo als 1st-Party-Publisher) seine Teilnahme absagt. Aber nervös werden sollte man deswegen nicht. Einige wichtige 3rd-Party-Unternehmen werden wohl auch nicht kommen in diesem Jahr. Das alles hat allerdings weniger damit zu tun, dass man den Standort Köln als „europäische Leitmesse“ nicht mag, sondern vielmehr mit der Tatsache, dass die Kohle einfach nicht mehr so locker sitzt wie noch vor Jahren. Erschwerend hinzu kommt, dass europäische Niederlassungen, die aus Japan oder den USA gesteuert werden, so mal rein gar nichts zu sagen haben, wenn es darum geht, eine halbe Million Euro oder mehr in einen Messeauftritt stecken zu wollen. Das ist zu akzeptieren und Hysterie fehl am Platz. Franko Fischer,  Kommunikationsmanager der Koelnmesse, bringt es gegenüber IGM auf den Punkt: „Auch in diesem Jahr können sich die gamescom-Besucher auf hunderte Welt-, Europa-, und Deutschlandpremieren von Blockbustern freuen. Neben den bereits bekannten Ausstellern der gamescom 2012 werden im August auch weltweit führende Hersteller und Publisher von mobilen Endgeräten und Spielen auf der gamescom Premiere feiern. Auch im Bereich Social-Gaming kann sich die Community auf neue Aussteller und große Präsentationen weltweit führender Firmen freuen.“ Kurzum: Die gamescom wird auch in diesem Jahr den Gesamtmarkt ablichten. Und zwar einen Markt, der sich mehr und mehr in eine Richtung verändert, die ich als Herausgeber eines Fachmagazins für physisches Produkt nicht aufhalten kann. Und die ein Nintendo dazu veranlasst, auf „spezielle Events“ zu setzen. Sehen Sie es einfach sportlich: Retortenmannschaften wie Hoffenheim setzen sich in der Bundesliga durch. Etablierte Truppen wie Kaiserslautern, Berlin oder Köln steigen wohl ab ins Niemandsland.
In der Gamesbranche verhält es sich nicht anders.

Sie finden das schade?

Ja, da bin ich bei Ihnen.

Ihr

Marius Hopp

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