Audeze Maxwell 2 ANC (Peripherie-Tipp)

An dieser Stelle haben wir im Januar 2024 das Maxwell Wireless Gaming Headset vorgestellt. Inzwischen ist das Nachfolgemodell in einer weiterentwickelten Variante verfügbar.
23. Oktober 2026 - 12:27
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Ein technisches Highlight sind auch hier 90-mm-Planar-magnetischen Treiber, die Maxwell diesmal jedoch mit der sogenannten SLAM-Technologie kombiniert. SLAM steht für „Spatial Layered Acoustic Modeling” und sorgt für einen Druckausgleich im Treibergehäuse. Dadurch wird die empfindliche Membran vor Schäden geschützt und Bässe werden noch kräftiger, kontrollierter und verzerrungsfreier wiedergegeben. Gleichzeitig wirken Höhen und Mitten hervorragend ausbalanciert. Seien es die neuesten House-Beats von Purple Disco Machine, Schusswechsel in „Call of Duty: Modern Warfare 4” oder die brachiale Action aus „Marvel’s Wolverine” – der Sound ist eine absolute Wucht und stets klar zu orten. Dank aktiver Geräuschunterdrückung und wirklich hervorragend abschirmenden Ohrmuscheln werden Geräusche der Außenwelt zudem sehr effektiv unterdrückt. Wer möchte, kann alternativ mit einer Taste hinten am linken Kopfhörer in den Transparenz-Modus schalten oder ANC komplett deaktivieren. Eine weitere Anpassung der Akustik ist mittels 10-Band-Equalizer und sechs vorkonfigurierten Profilen (zum Beispiel Bass Boost) möglich. Diese lassen sich direkt über den oberen der beiden Drehregler oder über die Begleit-App auswählen. Die Xbox-Variante des Maxwell 2 ANC unterstützt sogar Dolby Atmos.

Auch das ansteckbare, flexibel gelagerte Boom-Mikrofon mit Hypernierencharakteristik und abnehmbarem Windschutz schlägt sich sehr gut. Dank der optionalen KI-Rauschunterdrückung wird Sprache sehr verständlich und warm wiedergegeben – genau das, was man für Absprachen in Multiplayer-Matches benötigt. Clever gemacht: Wird das Headset unterwegs verwendet, kann auf ein im Gehäuse integriertes Beamforming-Mikrofon gewechselt werden. Die Mikrofone lassen sich über einen gut erreichbaren Schiebeschalter am rechten Kopfhörer stummschalten.

In puncto Konnektivität lässt Audeze ebenfalls nichts zu wünschen übrig. Über den mitgelieferten USB-C-Dongle sind PC, Mac oder PlayStation 5 im Handumdrehen verbunden und übertragen Tondaten hochauflösend mit bis zu 24 Bit/96 kHz. Alternativ stehen Bluetooth 5.3, eine USB-C-Verbindung oder ganz klassisch eine Klinkenstecker-Verbindung zur Verfügung. Das passende Kabel liegt bei. Schade nur, dass sich nicht mehrere Audioquellen parallel abspielen lassen, wie es bei vielen Konkurrenzmodellen möglich ist. Die Laufzeit des 1800-mAh-Akkus variiert je nach Wiedergabeart. Mit aktivierter Geräuschunterdrückung hält er etwa 35 Stunden durch, ohne ANC sind bis zu 40 Stunden möglich. Das Aufladen erfolgt über den USB-Anschluss im linken Kopfhörer. Bereits nach 20 Minuten ist der Akku zu 25 Prozent gefüllt, was etwa 8,75 Stunden ANC-Hörvergnügen entspricht. Komplett aufgeladen ist der Akku nach etwa 120 Minuten.

Bleibt noch die Disziplin Tragekomfort. Hier überzeugt der Audeze Maxwell 2 mit weichen und zudem brillenträgerfreundlichen Ohrpolstern, schnell erreichbaren Bedientasten, gut austariertem Anpressdruck und englischem Audio-Feedback für alle Aktionen – so weiß man stets, was gerade passiert. Kritik gibt es für das hohe Gewicht von 560 Gramm, das sich bei Personen mit weniger ausgeprägter Nackenmuskulatur schnell bemerkbar macht. Nicht optimal sind zudem das zwar sehr bequeme, aber nur sehr mühsam und nicht stufenlos verstellbare Kopfband sowie die Tatsache, dass aktiviertes ANC für ein störendes Grundrauschen sorgt. Dieses ist allerdings nur in absoluter Stille wirklich zu hören. Wer über diese Schwächen hinwegsehen kann und den hohen Preis akzeptiert, erhält ein grandios verarbeitetes Premium-Headset mit 1A-Sound, gelungenem Mikrofon, hoher Akkulaufzeit und vielseitigen Konnektivitätsoptionen. (soe/bpf)

Hersteller: Audeze

Plattform: PC, Mac, iOS, Android, Xbox, PlayStation

Release: Bereits erhältlich

UVP: ca. 479 Euro (PlayStation-Variante), ca. 499 Euro (Xbox-Variante)