Der Spieleentwickler Epic Games streicht mehr als 1000 Stellen und baut damit rund 23 Prozent seiner Belegschaft ab. CEO Tim Sweeney begründet den Schritt vordergründig mit einem Rückgang der Nutzung von „Fortnite“ seit 2025. Die Einnahmen hätten mit den Ausgaben nicht mehr Schritt gehalten.
In einer internen Mitteilung schreibt Sweeney: „Es tut mir leid, dass wir schon wieder an diesem Punkt sind.“ Bereits 2023 hatte Epic rund 830 Mitarbeitende entlassen. Nun sollen neben dem Stellenabbau zusätzliche Einsparungen von über 500 Millionen Dollar helfen, das Unternehmen finanziell zu stabilisieren. Diese betreffen unter anderem Marketing, externe Aufträge und unbesetzte Stellen.
Betroffene Beschäftigte erhalten Abfindungen von mindestens vier Monatsgehältern sowie verlängerte Gesundheitsleistungen und Aktienoptionen. Laut Sweeney stehen die Entlassungen nicht im Kontext des Einsatzes von KI. Neben unternehmensinternen Problemen verweist Epic auch auf eine schwächere Marktentwicklung. Die Branche wachse langsamer und Konsolen verkauften sich schlechter als in der vorherigen Generation.
Trotzdem bleibt „Fortnite“ eines der erfolgreichsten Spiele weltweit. Die Aktivität der Spielerschaft ist jedoch gesunken. Gleichzeitig konnte der Epic Games Store zwar Milliardenumsätze erzielen, gilt intern aber nur als „geringfügig profitabel“. Epic plant nun, „Fortnite“ mit neuen Inhalten zu stärken und parallel die Entwicklung der Unreal-Engine weiter voranzutreiben.