Ex-Guerrilla-Chef entwickelt eigene 3D-Engine

Der niederländische Branchenveteran Arjan Brussee setzt auf eine neue Engine mit starker KI-Integration, die europäische Standards und Vorgaben erfüllt
11. Mai 2026 - 08:10
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Arjan Brussee, Mitgründer von Guerrilla Games und ehemaliger Technikmanager bei Epic Games, arbeitet an einer neuen Game-Engine. Das sagte der niederländische Branchenveteran im Podcast „De Technoloog“. Das Projekt trägt den Namen „The Immense Engine“ und soll eine europäische Alternative zu etablierten Lösungen wie „Unreal Engine“ oder „Unity“ bieten.

Brussee begründet den Schritt mit einer Lücke im Markt. Derzeit gebe es keine Engine, die vollständig in Europa gehostet werde, von Europäern entwickelt sei und europäischen Regeln und Richtlinien entspreche. Dabei sieht er Einsatzmöglichkeiten, die über Spiele hinausgehen. Vor allem 3D-Simulationen für Bereiche wie Verteidigung oder Logistik könnten davon profitieren.

Zugleich will Brussee technisch neue Wege gehen. Nach seiner Einschätzung sind aktuelle Engines noch stark auf klassische Bedienkonzepte ausgelegt. Änderungen müssten oft aufwendig im gesamten System umgesetzt werden. Der Aufstieg von KI erfordere deshalb ein anderes Fundament für solche Software.

Besonders großes Potenzial sieht Brussee in einer tiefen Einbindung von KI. Mit einem gut aufgebauten Netzwerk aus KI-Agenten lasse sich die Arbeit kleiner Teams deutlich skalieren. Konkrete Details zum Entwicklungsstand oder zu einem möglichen Veröffentlichungszeitraum nannte er allerdings noch nicht.