IGM-Serie "Chefetage": Thomas Kowollik, Microsoft

Als die Kanzlerin vor drei Jahren auf dem Xbox-gamescom-Stand vorbei schaute, war er es, der den prominenten Gast begrüßte: Microsoft-Manager Thomas Kowollik.
06. Dezember 2020 - 14:28
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Foto-Credits: Microsoft / Alex Schelbert
Thomas Kowollik, Microsoft
Foto-Credits: Microsoft / Alex Schelbert

Ob das denn heutzutage nicht ein bisschen "moderner" und detaillierter ginge, wundert sich die Regierungs-Chefin beim Anblick des blockigen Minecraft-Looks. Als ihr ein Schüler erklärt, dass das ja gerade den Reiz des Spiels ausmacht, reagiert Merkel verblüfft: "Finden Sie, ja?". Nur vier Stationen waren für diesen gamescom-Rundgang eingeplant – den Abschluss bildete Microsoft. Bei diesem gamescom-Besuch immer an ihrer Seite: Thomas Kowollik, General Manager Consumer Channel Sales & Marketing bei der Microsoft Deutschland GmbH. Er trägt die Verantwortung für die Marken Surface, Windows, Microsoft 365 inklusive Office und natürlich die Xbox-Sparte, die mit der Xbox Series X/S gerade einen erfolgreichen Launch gestemmt hat.

Schon immer habe er ein Faible für Unterhaltung und Gaming gehabt, bekennt Kowollik. "Diese Leidenschaft hat sich auch durch mein Berufsleben gezogen: Vor Microsoft war ich unter anderem bei Premiere Fernsehen, Kabel Deutschland und bei Sony Pictures Television International tätig." 2010 wechselter er zu Microsoft Deutschland. Als Leiter der Interactive Entertainment Business-Sparte war er unter anderem für das Xbox-Geschäft zuständig: "Das war für mich besonders aufregend, weil die Xbox damals begann, Gaming mit weiteren Entertainment Themen über die Plattform miteinander zu vereinen."

Kowolliks Büro befindet sich im immer noch recht neuen Microsoft-Hauptquartier im Münchener Norden, direkt an der A9: "Mein liebster Ort im #OfficeMitWindows, wie wir unsere Microsoft-Zentrale in Schwabing nennen, ist natürlich unsere Kaffeebar – dort läuft man vielen Kolleg*innen über den Weg, hat die besten Gespräche und spürt die gesamte Vielfalt von Microsoft deutlich." Aktuell verbringt er seinen Arbeitstag allerdings im Home-Office – wo er nachmittags oft seine Kinder beim Fußballspielen im heimischen Garten beobachten kann.

Mit 3.000 Mitarbeitern allein in Deutschland gehört der US-Software-Riese zu den begehrtesten Arbeitgebern der Tech-Branche – mit entsprechenden Aufstiegs-Chancen. "Wodurch wir uns von anderen Unternehmen unterscheiden, bringt für mich ein Zitat unseres CEOs Satya Nadella auf den Punkt: ‚You join here not to be cool, but to make others cool'", sagt Kowollik. "Es geht uns also nicht darum, uns selbst zu beweihräuchern – stattdessen möchten wir Personen und Unternehmen befähigen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen." Das gilt auch für die eigene Belegschaft: "Gerade in unserer Organisation bieten wir eine Vielfalt von Karrieremöglichkeiten – ob Sales, Marketing oder ‚klassische' Funktionen wie Finance – und es ist nicht ungewöhnlich, dass Kolleg*innen auch mal zwischen diesen verschiedenen Bereichen wechseln. Ein weiterer Vorteil ist der Vertrauensarbeitsort und die Vertrauensarbeitszeit, die bei uns schon vor der Pandemie Standard waren und die bei uns wirklich gelebt wird." Spannend: Ausnahmslos jede Besprechung findet bei Microsoft grundsätzlich per Video statt.

Besonders stolz ist Kowollik darauf, wie Microsoft das Thema Barrierefreiheit angeht. "Wir glauben fest daran, dass eine inklusive Welt eine bessere Welt ist – und deshalb wollen wir unsere Produkte so barrierefrei wie möglich gestalten. Ein Beispiel ist unser Xbox Adaptive Controller, den wir für Gamer*innen mit körperlicher Behinderung entwickelt haben." Durch Erweiterungen lässt sich das Peripheriegerät an die individuellen Bedürfnisse des Nutzers anpassen. "So können wir noch mehr Menschen weltweit das Spielen auf Xbox und Windows 10 PC und damit die Teilhabe an einem der liebsten Hobbies vieler Menschen ermöglichen."

An freien Tagen, nach Feierabend und an Wochenenden verbringt Thomas Kowollik am liebsten Zeit mit Freunden beim Fußball, mit den Kollegen beim FIFA-Spielen auf der Xbox oder beim Filmabend mit seiner Familie – das seien die Momente, die zählen. "Und brauche ich mal nur Zeit für mich, findet man mich im Moment häufiger auf dem Peloton Bike oder vor einem guten Buch." Seinen schönsten Urlaub habe er zwar in Australien verbracht, "weil man dort einfach so viele Dinge sieht und erlebt, die es hierzulande nicht gibt." Doch der Standort München bringt es mit sich, dass es quasi vor der Haustür "echte Traumziele" gebe, schwärmt der Microsoft-Manager. "Da wir in unserem Team das Consumer-Geschäft in der DACH-Region verantworten, haben wir das Glück, dass viele Kolleg*innen immer wieder Geheimtipps aus ihrer Heimat teilen und ich so die schönsten Ecken in Deutschland, Österreich und der Schweiz entdecken kann."

Und mit etwas Glück kann er demnächst sogar seinen Lieblingsverein wieder in der Allianz-Arena anfeuern, die nur fünf Kilometer entfernt von der Microsoft-Zentrale liegt: "Ich bin bei uns im Team als treuer Fan des HSV bekannt – und stehe damit in Bayern häufig allein auf weiter Flur da." (Petra Fröhlich)

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