Microsoft hat dem französischen Entwicklerstudio Arkane einen weiteren Monat eingeräumt, um einen Käufer oder Partner zu finden. Statt wie ursprünglich geplant am 13. November endet die Frist nun Mitte Dezember. Sollte sich keine Lösung abzeichnen, droht dem für „Dishonored“ und „Deathloop“ bekannten Studio die Schließung.
Wie die französische Zeitung Le Monde berichtete, prüft Arkane derzeit verschiedene Möglichkeiten für eine Übernahme. Mehr als 200 Arbeitsplätze könnten betroffen sein. Hintergrund ist das französische Florange-Gesetz, das größere Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen verpflichtet, vor der Schließung eines Standorts nach einem Käufer zu suchen.
Gegenüber PC Gamer bestätigte Microsoft die Verlängerung der Beratungsphase um einen Monat. Das Unternehmen prüfe weiterhin verschiedene Optionen, darunter eine Partnerschaft, um die noch ausstehenden Entwicklungsarbeiten abzuschließen. Der Betriebsrat soll während des gesamten Prozesses informiert bleiben.
Besonders ungewiss ist damit auch die Zukunft von „Marvel’s Blade“. Das Actionspiel wurde bei den Game Awards 2023 angekündigt und befindet sich laut der Gewerkschaft Printemps Ecologique bereits in einem nahezu abgeschlossenen Entwicklungsstadium. Die Arbeitnehmervertretung bezeichnete es als „monumentale Verschwendung“, sollte das Projekt nicht veröffentlicht werden.
Arkane entwickelte zuvor unter anderem „Dishonored 2“, „Dishonored: Death of the Outsider“ und den 2021 veröffentlichten Shooter „Deathloop“. Ob das Studio seine Arbeit unter einem neuen Eigentümer fortsetzen kann, bleibt vorerst offen.