Die Übernahme von Electronic Arts ist abgeschlossen. Ein Konsortium aus Saudi-Arabiens staatlichem Investmentfonds PIF, der Beteiligungsgesellschaft Silver Lake und Affinity Partners hat den Publisher für rund 55 Milliarden US-Dollar gekauft. EA verlässt damit nach 36 Jahren die Börse und wird künftig als Privatunternehmen geführt.
Den größten Anteil hält der PIF. Laut früheren Unterlagen entfallen 93,4 Prozent auf den saudischen Staatsfonds. Silver Lake besitzt 5,5 Prozent, Affinity Partners die verbleibenden 1,1 Prozent. Die Investmentfirma wurde von Jared Kushner gegründet, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump.
Andrew Wilson bleibt Vorstandschef und Verwaltungsratsvorsitzender. Er kündigte an, EA wolle gemeinsam mit den neuen Eigentümern stärker investieren und die Entwicklung neuer Spiele und Technologien beschleunigen. Konkrete Änderungen an Studios, Marken oder laufenden Projekten nannte das Unternehmen nicht.
Die Beteiligung des PIF bleibt umstritten. Saudi-Arabien investiert seit Jahren hohe Summen in Spielehersteller und andere Unterhaltungsunternehmen. Kritiker verweisen dabei auf die Menschenrechtslage des Landes und befürchten Auswirkungen auf kreative Inhalte. Besonders im Umfeld von „Die Sims“ gab es entsprechende Sorgen. Das Entwicklerstudio Maxis erklärte bereits vor Abschluss der Übernahme, seine Werte und der inklusive Ansatz der Reihe sollten unverändert bleiben.