Die Werke des US-Autors H. P. Lovecraft und der eng damit verknüpfte Cthulhu-Mythos sind die Grundlage für unzählige Horrorspiele. In „The Mound: Omen of Cthulhu“ schickt der chilenische Entwickler ACE Team (bekannt durch „Rock of Ages“ und „Zeno Clash“) die Spieler auf Schatzsuche ins Südamerika des 16. Jahrhunderts. Im Dschungel lauern neben verborgenen Reichtümern allerdings auch große Gefahren. Gigantische Tausendfüßer und riesige Parasitenwürmer sind dabei noch das geringste Übel. Denn wie es sich für Lovecraft-Horror gehört, spielt auch die geistige Gesundheit eine zentrale Rolle, um dem Wahnsinn nicht zu verfallen.
„The Mound: Omen of Cthulhu“ ist lose an Lovecrafts Kurzgeschichte „Der Hügel“ angelehnt. Die Spieler versuchen, genau diesen sagenumwobenen und von den Ureinwohnern gefürchteten Ort zu finden. Dafür folgen sie der Spur eines anderen Entdeckers, wodurch nach und nach weitere Schauplätze freigeschaltet werden. Allein oder am besten mit bis zu drei weiteren Spielern im Online-Koop-Modus begeben sie sich von einer Galeone aus auf Expedition in zunächst noch weniger gefährliche Gebiete. Da nur begrenzt Ausrüstung mitgeführt werden kann, sollten Waffen und Munition sowie Nahrungs- und Heilmittel vor dem Aufbruch sinnvoll unter den Expeditionsteilnehmern aufgeteilt werden. Ein cleveres System, das den Koop-Aspekt gut unterstreicht. Ein weiteres ist der realistische Voice-Chat, über den sich die Spieler nur dann hören können, wenn sie sich nicht zu weit voneinander entfernen.
Man sollte auch möglichst in Sicht- und Hörweite bleiben, da im Dschungel überall groteske Kreaturen lauern, die alles angreifen, was ihnen zu nahekommt oder durch zu viel Krach angelockt wird. Gemeinsam ist ein solcher Angriff leichter abzuwehren und nur so bekommt man mit, wenn einer der Mitstreiter das Zeitliche segnet. Denn wenn einer der Expeditionsteilnehmer stirbt, kehrt er später gerne als Untoter zurück. Es wäre also besser, wenn man schon weiß, ob es sich wirklich um den Kollegen handelt oder doch nur um ein Monster, das ihn imitiert.
Einige Monster lassen sich allerdings nicht mit reiner Waffengewalt bekämpfen. Dazu gehören beispielsweise rätselhafte Waldgeister. In „The Mound“ müssen die Spieler zunächst lernen, wie man mit ihnen am besten umgeht. Es gibt noch viele weitere Kreaturen, darunter vogelartige Biester, die anderen Monstern die Position der Spieler verraten. Diese Begegnungen wirken sich nicht nur direkt auf die Spieler aus, sondern werden ihnen mitunter Angst und Bange machen. Im Hintergrund wirkt auch ein spielinternes Wahnsinnssystem, das die wachsende Paranoia veranschaulicht und sich unmittelbar auf das Gameplay auswirkt. Den um sich greifenden Wahnsinn im Sinne von H. P. Lovecraft kann man nicht besser simulieren!
Obwohl ständig unvorhersehbare Dinge geschehen können und viele der Gegner in den späteren Gebieten besonders stark sind oder fiese negative Effekte auslösen, bleibt „The Mound“ immer fair. So können etwa später verschiedene weitere Einstiegspunkte in die Expeditionsgebiete freigeschaltet werden, wodurch der nächste Ausflug potenziell etwas leichter wird. Mit jeder Expedition steigt zudem die persönliche Erfahrung und man erwirbt Kenntnisse über Monstertypen und die teils stark verschachtelten Einsatzgebiete. Auf ganz natürliche Weise entwickelt sich daraus ein Fortschritt, der den Mut gibt, als Nächstes einen der schwierigeren Aufträge anzugehen. Doch Vorsicht: Niemand weiß vorher, was hinter dem nächsten Busch lauert!
„The Mound: Omen of Cthulhu” erscheint am 15. Juli 2026 für PC und Konsole. Für PlayStation 5 ist das Spiel auch als Deluxe-Edition als klassische Disc-Version verfügbar. Diese enthält neben dem Hauptspiel auch die Pakete „Abyssal Gear“ und „Fortune Hunters Characters“. Zusätzlich ist die exklusive Bonusmission „Temple of Yig“ enthalten.
Ordertipp: A
Plattform: PS5
Genre: First-Person-Survival-Action / Koop
Entwickler: ACE Team
Publisher: Nacon
Vertrieb: Nacon
UVP: 40 Euro
USK: ab 18 Jahren
Release: 15.07.2026
Verkaufsargumente:
-
Packende, actionreiche Koop-Schatzsuche mit bis zu vier Spielern
-
Stilistisch und atmosphärisch eindrucksvoll eingefangener Lovecraft-Horror
-
Vielfältige, groteske Kreaturen und ein cleveres Wahnsinns-System
Fazit: „The Mound“ ist ein motivierendes und anspruchsvolles Koop-Abenteuer, das auf exzellente Weise Lovecraft'schen Grusel vermittelt. Ein Spiel, das Multiplayer-Freunde und Horror-Fans gleichermaßen begeistern wird!