Onimusha: Way of the Sword (IGM-Preview)

Die Spieler müssen im historischen Kyoto die Welt von einer dämonischen Invasion befreien. Der neue Teil der „Onimusha“-Reihe von Capcom hat aber noch weit mehr zu bieten als packende Schwertkampf-Action und eine atmosphärisch dichte Dark-Fantasy-Version des feudalen Japans.
10. August 2026 - 12:29
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Die Edo-Zeit war tatsächlich eine lang andauernde Periode des Friedens im feudalen Japan. In „Onimusha: Way of the Sword“ sieht das etwas anders aus: Im Land breiten sich zunehmend die blutroten Miasma-Wolken aus und überfluten die Welt mit Horden aus der Unterwelt. In der Rolle des historisch verbürgten Samurai Miyamoto Musashi, der dem legendären Schauspieler Toshiro Mifune nachempfunden ist, befördern die Spieler die Dämonen in spektakulären Schwertkampfduellen zurück in die Hölle und erleben zugleich eine mitreißende Geschichte.

Im Spiel ist Musashi im Kampf gegen die dämonischen Genma nicht komplett auf sich allein gestellt. Denn ähnlich wie in den ersten drei Serienteilen besitzt er einen sogenannten Oni-Handschuh, in dem der schnippische Geist Shizuka wohnt. Der Handschuh ermöglicht es den Spielern unter anderem, die Seelen der Gegner einzusaugen. Abhängig von deren Farbe können die Seelenkugeln Energie für Spezialattacken mit besonderen Oni-Waffen aktivieren. Beim „Sturmbringer“ ist das ein Naginata, das an beiden Seiten mit Klingen besetzt ist und das Musashi durch die Luft wirbelt. Dabei fügt er allen Gegnern im Umkreis schweren Schaden zu und entlädt den Wirbel schließlich in einer massiven Druckwelle. Mit anderen dieser Orbs können sogar im Kampf eingebüßte Trefferpunkte wiederhergestellt werden. Dadurch erhalten die vornehmlich mit einem Katana bestrittenen wuchtig-schnellen Schlachten auch eine taktische Komponente.

Schon der Schlagabtausch mit kleineren Dämonen ist spektakulär und abwechslungsreich, denn die Schergen der Unterwelt kommen in den unterschiedlichsten Formen daher. Da gibt es echsenartige Biester, die mit ihrem langen Schwanz aus großer Distanz Hiebe verteilen und sich bei schneller Drehung in eine Art klingenbesetzter Kreisel verwandeln. Oder kopfförmige, medusenartige Wesen, die sich selbst zur Detonation bringen können, um den Spielern ordentlich zuzusetzen. Schon beim Ausweichen und Blocken ihrer Attacken ist ein gutes Gespür fürs richtige Timing notwendig. Gelingt das nicht, ist der erlittene Schaden, insbesondere gegen die oft enorm großen, starken und dennoch flinken Bosse, hoch.

„Onimusha: Way of the Sword“ bleibt jedoch stets fair und bietet den Spielern zahlreiche Optionen, um die Action zugänglicher zu gestalten. Dazu gehören unter anderem mehrere gut ausbalancierte Schwierigkeitsgrade, die von Einsteigern bis zu Actionprofis alle abdecken. Zudem können zusätzliche Hilfen aktiviert werden, wobei die Aktionsempfehlung die wohl wichtigste ist. Sie kündigt anstehende Angriffe an und zeigt an, wie man sie neutralisieren oder in einen Konter umwandeln kann – sogar bei den Bossen!

Der riesige, dickbäuchige Daidara etwa stürmt immer wieder direkt auf Musashi zu. Mit dem richtigen Timing beim Ausweichen schleudert der Samurai das Biest zur Seite und reduziert dabei dessen Haltungsleiste deutlich. Ist diese komplett leer, dürfen die Spieler einen mächtigen und aufwendig inszenierten Spezialangriff zünden, der schweren Schaden anrichtet. Bei perfekt getimten Ausweichaktionen dürfen aber auch mitten im Kampf schädliche Bonusangriffe ausgelöst werden, wodurch selbst derart große Brocken schnell zu Fall gebracht werden können.

Das ist natürlich nur der Anfang, denn mit roten Seelenkernen und etlichen anderen Ressourcen können die Spieler Musashi durch weitere aktive und passive Kampfaktionen verbessern. Auch die Aufwertung der Rüstung, des Katana, der Oni-Handschuhe oder der Amulette ist möglich. „Onimusha: Way of the Sword“ überzeugt aber nicht nur spielerisch im Kampf, in freien Erkundungsabschnitten und mit kreativen Rätseln, sondern auch optisch und erzählerisch. Dank Capcoms erstklassiger RE Engine gibt es hier eine durchweg technisch und künstlerisch ansprechende Kulisse. Die eleganten Animationen im Kampf sind über jeden Zweifel erhaben. Erzählerisch punktet das Spiel nicht zuletzt mit den historischen Bezügen zum feudalen Japan, aber auch mit den pointierten Dialogen und Musashis Sprüchen, die das Geschehen immer wieder humorvoll auflockern. All dies gibt es übrigens auch in einer sehr guten, vollständig lokalisierten deutschen Sprachfassung. Da die Story weitgehend unabhängig von der der mehr als 20 Jahre alten Vorgänger ist, sind diesbezüglich keine Vorkenntnisse notwendig. Fans der Reihe dürfen sich allerdings dennoch auf so manche Referenz freuen.

„Onimusha: Way of the Sword“ erscheint am 4. September 2026 für PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S und Switch 2. Letztere Version verfügt exklusiv über eine bemerkenswert intuitive, optionale Bewegungssteuerung. Die physische Deluxe-Edition ist für alle Konsolen verfügbar und enthält neben zahlreichen digitalen Extras wie Ingame-Boni oder einem digitalen Auszug aus dem Soundtrack auch ein exklusives Steelbook-Case im hochwertigen Schuber.

Ordertipp: A+
Plattform: PC, PS5, Xbox Series X|S, Switch 2
Genre: Action-Adventure
Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom
Vertrieb: CentreSoft
UVP: ab 70 Euro (Standard), ab 100 Euro (Premium Deluxe Edition)
USK: ab 18 Jahren
Release: 04.09.2026

Verkaufsargumente:
    • Enorm facettenreiches, wuchtig-schnelles Kampfsystem mit vielen Anpassungsoptionen
    • Spektakuläre Bosskämpfe und ein motivierendes Fortschrittssystem
    • Erstklassige Grafik und eine aufwendig, oft bombastisch inszenierte Story

Fazit: „Onimusha: Way of the Sword“ bietet spektakuläre Schwertkampf-Action in einer fantastischen Dark-Fantasy-Version des feudalen Kyoto zur Zeit der Edo-Periode. Spielerisch, audiovisuell und erzählerisch bleiben für Fans des Genres keinerlei Wünsche offen.