Packender Psychohorror: Silent Hill: Townfall

Eine dichte, surreale Gruselatmosphäre, innerlich zerrissene Helden und eine metaphorische Erzählweise sind schon immer die Markenzeichen von „Silent Hill“ gewesen. In „Townfall“ erleben die Spieler all das in einem brandneuen Setting, während sie auf einer Reise zu sich selbst ums Überleben kämpfen.
30. September 2026 - 15:30
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Das Jahr 1996 ist eng mit der Gründung von Google, der Geburt des Klon-Schafs Dolly und der Einführung der ersten USB-Anschlüsse verknüpft. Was für uns Vergangenheit ist, ist für Simon Ordell Gegenwart. Der Protagonist des Spiels „Silent Hill: Townfall“ wird Mitte der 1990er-Jahre an der Küste der schottischen Insel St. Amelia angespült. Es folgt ein intensiver Überlebenskampf und die Konfrontation mit den Dämonen der eigenen Vergangenheit, die der legendären Survival-Horror-Reihe von Konami alle Ehre macht.

Die Spieler erkunden das scheinbar ausgestorbene, in dichten Nebel gehüllte Fischerdorf aus der für die Reihe eher ungewöhnlichen Ego-Perspektive. Gerade diese sorgt in „Townfall“ jedoch für eine besonders beklemmende Atmosphäre und zugleich für eine engere Bindung zu Held Simon. Das schottische Entwicklerstudio Screen Burn verzichtet bewusst auf billige Schockeffekte. Stattdessen konzentriert es sich auf eine surreale Horrorstimmung und eine vielschichtige Erzählung. Im Zentrum stehen dabei Simons Introspektion, der Umgang mit Verlust und die Konsequenzen des eigenen Handelns.

Auf der schottischen Insel manifestiert sich der Kampf mit der eigenen, verdrängten Vergangenheit jedoch auch in grotesken Kreaturen, die die Spieler angreifen, sobald sie entdeckt werden. Ein offener Schlagabtausch mit Nahkampf- oder Schusswaffen ist hier allerdings nur eine Möglichkeit, die am besten nur im Notfall genutzt werden sollte. Denn Simon stirbt rasch und benötigt eine seltene, rätselhafte Medizin, um nicht noch schneller im Kampf mit den Monstern zu sterben. Alternativ können die Spieler Feinde auch mit verschiedenen Tools ablenken, an ihnen vorbeischleichen und mit Hilfe eines tragbaren TV-Geräts dabei sogar durch Wände hindurch im Blick behalten.

Dieses tragbare TV-Gerät, im Spiel „CRTV“ genannt, ist bei der Erkundung der gleichermaßen faszinierenden wie verstörenden Welt, beim Blick in die Vergangenheit und beim Lösen oft puzzleartiger Rätsel von zentraler Bedeutung. Über das Gerät empfangen die Spieler mysteriöse Botschaften, ähnlich wie über das Radio in früheren Serienteilen, und sammeln Hinweise, etwa auf Schlüssel, benötigte Werkzeuge oder die Anleitung für einen Generator, um die Stromzufuhr wiederherzustellen. All dies ist sehr organisch mit dem Schauplatz und der Geschichte verknüpft, die mit mehreren möglichen Enden dazu anspornt, das Abenteuer auf der Insel noch einmal mit anderen Entscheidungen zu spielen.

Neben der stimmungsvollen visuellen Kulisse, für die sich die in Glasgow ansässigen Entwickler unter anderem von der schottischen Küstenstadt St. Monans inspirieren ließen, trägt auch der Sound maßgeblich zu dem packenden Ambiente bei. Die durchweg hoch authentischen Soundeffekte sorgen bereits für ein immersives Flair, der dynamische Soundtrack des kanadischen Komponisten Anthony Scott Burns (auch bekannt als Pilotpriest) tut sein Übriges, um die dichte Psychohorror-Atmosphäre auf die Spitze zu treiben. „Silent Hill: Townfall“ erscheint am 24. September 2026 als klassische Boxversion für die PlayStation 5.

Ordertipp: A+

Plattform: PS5

Genre: Survival-Horror

Entwickler: Screen Burn

Publisher: Anapurna Interactive / Konami

Vertrieb: Flashpoint Germany GmbH

UVP: ab 50 Euro

USK: ab 16 Jahren

Release: 24.09.2026

Verkaufsargumente:

  • Packende, emotional tiefgründige Gruselgeschichte in einem atmosphärisch dichten Setting

  • Intensiver psychologischer Horror statt Effekthascherei

  • Vielfältiges Gameplay mit vielen Freiheiten bei Kämpfen oder Schleichen

Fazit: „Silent Hill: Townfall“ ist ein packendes Survival-Abenteuer mit einer bewegenden, tiefgründigen Story in einem überaus atmosphärischen Setting. Dank der spielerischen Freiheit zwischen Action und Stealth sowie der alternativen Enden ist der Wiederspielwert hoch.

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