Peripherie-Tipp: SteelSeries Arctis Nova Elite

Für Multiformat-Spieler, die ein Premium-Headset für ihr komplettes Konsolen-Line-up sowie für PC und Mac suchen, hat das dänische Unternehmen SteelSeries seit Kurzem das Arctis Nova Elite im Programm.
20. April 2026 - 16:37
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Schlüsselkomponente, um den Multiplattform-Ansatz zu ermöglichen, ist die im Lieferumfang enthaltene Basisstation GameHub, die über ein OLED-Display und Anti-Rutsch-Füße verfügt. Über die drei USB-Anschlüsse an der Front und die mitgelieferten USB-Kabel lassen sich beispielsweise Switch 2, PlayStation 5 und Xbox Series X/S gleichzeitig anschließen. Ergänzend dazu verfügt der GameHub über einen Line-in-Anschluss und Bluetooth 5.3, sodass auch Laptops, Handhelds und natürlich Handys und Tablets in das Setup eingebunden werden können. Wie schon beim Vorgängermodell Nova Pro Wireless kann diese Basisstation auch die Audiodaten mehrerer Quellen zusammenmischen, was für ein Plus an Flexibilität sorgt. So ist es beispielsweise möglich, auf dem via Bluetooth gekoppelten Gerät mit Spotify seine Lieblingssongs zu hören, während gleichzeitig die Soundkulisse der mittels USB verbundenen Konsole genossen wird. Basisstation und Headset kommunizieren dabei stets über die verlustfreie 2,4-GHz-Frequenz – am PC sogar in Hi-Res-Qualität, also mit 96 kHz/24 Bit. Praktisch: Da das Headset über eine Klinkenbuchse verfügt, lässt es sich bei Bedarf auch direkt mit entsprechenden Geräten, wie etwa einer Meta-Quest-VR-Brille, verbinden.

Das 380 Gramm schwere Headset punktet mit seiner ausgewogenen Gewichtsverteilung, dem edlen, seitlich verstellbaren Aluminiumrahmen, dem bequemen Kopfband und den sehr weichen, mit Memory-Schaum gefüllten Ohrpolstern, die mit elegantem Kunstleder überzogen sind. Auch das Bedienkonzept überzeugt. Auf der linken Seite befinden sich die Stummschalttaste für das Mikrofon, ein aus Metall gefertigter Volumenregler mit leicht erfühlbaren Abstufungen, die Ein-/Aus-Taste, mit der sich auch die aktive Geräuschunterdrückung ein- und ausschalten lässt, das ein- und ausfahrbare Mikrofon sowie ein USB-C-Anschluss. Auf der rechten Seite hat SteelSeries zum einen die Taste zum Koppeln von Bluetooth-Geräten und zum anderen das von einem magnetisch haftenden Plastikdeckel geschützte Akkufach platziert. Genial: Es liegen zwei Akkus mit 700 mAh bei. Ist Akku A leer, tauscht man ihn einfach durch Akku B aus, während Akku A über ein Fach in der Basisstation aufgeladen wird. Jeder Akku hält rund 30 Stunden durch, und dank Schnellladefunktion hat man bereits nach 15 Minuten wieder Saft für vier weitere Spielstunden. Unterwegs kann der Akku auch direkt über den USB-C-Port geladen werden.

Klanglich wird das Arctis Nova Elite seinem hohen Verkaufspreis gerecht. Die Kombination aus 40-mm-Kohlefasertreibern und Wireless-HiRes-Audio-Support (96 kHz/24 Bit) liefert erstklassigen Sound mit druckvollen Bässen, gut austarierten Mitten und exzellentem, präzise zu ortendem Raumklang. Über den Equalizer der offiziellen Begleit-App beziehungsweise den Equalizer der „GG Software“ für Windows kann der Klang zudem vielfältig angepasst werden. Die aktive Geräuschunterdrückung funktioniert einwandfrei und das flexibel gelagerte, sehr solide ClearCast Gen 2.X Boom-Mikrofon samt mitgeliefertem Pop-Filter ist sowohl für Chats als auch für Podcasts geeignet. Als zusätzliches Schmankerl hat SteelSeries zudem On-Ear-Beamforming-Mikrofone integriert – der Mikrofonarm kann unterwegs also verstaut bleiben. Das macht unterm Strich ein gelungenes Highend-Headset mit toller Akustik, das Multiformat-Spielern das ständige Wechseln zwischen Geräten extrem vereinfacht – wenn auch ein eher schweres. Mit einem Straßenpreis von rund 640 Euro zählt es allerdings zu den teuersten Gaming-Headsets auf dem Markt. Wer dieses Budget nicht aufbringen möchte, findet im weniger üppig ausgestatteten Arctis Pro Nova Wireless eine interessante Alternative. (soe/bpf)