Sony Interactive Entertainment hat das Studio Dark Outlaw Games geschlossen. Das Team wurde erst im vergangenen Jahr von Jason Blundell gegründet, einem langjährigen Entwickler der „Call of Duty“-Reihe. Laut Berichten befand sich das Projekt des Studios noch in einer frühen Entwicklungsphase.
Für Blundell ist es bereits das zweite gescheiterte Studio unter dem PlayStation-Dach. Zuvor hatte er Deviation Games mitgegründet, das 2024 nach der Einstellung eines Projekts ebenfalls geschlossen wurde. Blundell war zuvor über 13 Jahre bei Activision tätig und prägte als einer der Hauptverantwortlichen den beliebten Zombies-Modus von „Call of Duty“. Im Zuge der aktuellen Umstrukturierungen sollen rund 50 Mitarbeitende entlassen werden. Die Einschnitte betreffen neben Dark Outlaw auch Bereiche der mobilen Spieleentwicklung von PlayStation.
Die Schließung ist Teil einer größeren Entwicklung innerhalb des Unternehmens. Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass Sony auch das Studio Bluepoint auflöst. PlayStation-Studios-Chef Hermen Hulst begründete die Maßnahmen mit den schwieriger gewordenen Rahmenbedingungen der Branche: Steigende Entwicklungskosten, ein verlangsamtes Marktwachstum und verändertes Spielverhalten erschwerten die nachhaltige Produktion von Spielen. Sony wolle sich deshalb strategisch neu ausrichten, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.