Publisher Nacon meldet Insolvenz an 

Finanzprobleme beim Mutterkonzern zwingen das Unternehmen zur gerichtlichen Restrukturierung.
25. Februar 2026 - 12:58
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Der französische Spielepublisher Nacon hat Insolvenz angemeldet und beim Handelsgericht Lille Métropole ein gerichtliches Sanierungsverfahren beantragt. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Auslöser der Krise ist die finanzielle Schieflage des Mehrheitsaktionärs Bigben Interactive. Dessen Banken hatten überraschend die Zustimmung zu einer teilweisen Rückzahlung eines Anleihekredits verweigert. Dadurch geriet auch Nacon zunehmend unter Druck.

Nach eigenen Angaben reichen die verfügbaren Mittel inzwischen nicht mehr aus, um fällige Verbindlichkeiten zu bedienen. Nacon erklärte daher offiziell die Zahlungsunfähigkeit und stellte einen Antrag auf ein sogenanntes „redressement judiciaire“, ein gerichtliches Restrukturierungsverfahren nach französischem Recht. 

Während dieses Verfahrens kann das Unternehmen weiterarbeiten, Schulden neu verhandeln und einen Sanierungsplan ausarbeiten. Ziel sei es, die Geschäftstätigkeit langfristig zu sichern und Arbeitsplätze zu erhalten. Die Arbeitnehmervertretungen wurden bereits am 24. Februar über die Entscheidung informiert. Die Aktien des Unternehmens bleiben weiterhin vom Handel an der Börse Euronext Paris ausgesetzt. Das Gericht will voraussichtlich Anfang März über die Eröffnung des Sanierungsverfahrens entscheiden. Nacon kündigte an, Investoren und Öffentlichkeit über den weiteren Verlauf zu informieren.
 

Nacon
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PC-Release bereits am 10. März