Sony beendet den Vertrieb neuer PlayStation-Spiele auf Disc. Ab Januar 2028 erscheinen sämtliche Neuveröffentlichungen aller Publisher ausschließlich als digitale Downloads. Bereits veröffentlichte Titel sowie Spiele, die noch vor dem Stichtag auf Disc erscheinen, bleiben davon unberührt.
Das Unternehmen begründet den Schritt mit dem Wandel des Kaufverhaltens. Digitale Käufe hätten physische Datenträger inzwischen deutlich überholt. Im vergangenen Geschäftsjahr entfielen laut Sony 78 Prozent aller Verkäufe von Vollpreisspielen auf Downloads. Zum Start der PlayStation 4 im Jahr 2013 lag dieser Anteil noch bei 13 Prozent.
Die Entwicklung hatte sich bereits in den vergangenen Jahren abgezeichnet. Die PlayStation 5 erschien erstmals auch in einer rein digitalen Version. Seit der Überarbeitung der Konsole im Jahr 2023 gehört ein Disc-Laufwerk zudem nicht mehr zur Standardausstattung.
Mit der Entscheidung verdichten sich zugleich die Hinweise darauf, dass auch die nächste PlayStation-Generation keine Unterstützung für neue Disc-Spiele bieten wird. Gleichzeitig sorgt der Schritt für Diskussionen über die langfristige Archivierung digitaler Spiele. Kritiker befürchten außerdem stärkere Abhängigkeiten vom PlayStation Store sowie das Aus des Gebrauchtmarkts. Branchenanalysten sehen dagegen niedrigere Produktionskosten und höhere Margen als zentrale Vorteile für Sony.