Sony Interactive Entertainment baut den Entwickler Bungie erneut deutlich um. Wie das Unternehmen bestätigt hat, wird ein erheblicher Teil der Belegschaft entlassen. Besonders betroffen ist der Großteil des Teams hinter „Destiny“, während auch Mitarbeiter des Shooters „Marathon“ sowie unterstützende Teams innerhalb von Sony Interactive Entertainment ihre Stellen verlieren.
In einer Stellungnahme erklärte Bungie, dass „Destiny 2“ die Erwartungen in den vergangenen Jahren nicht erfüllt habe. Nach dem finalen großen Inhaltsupdate für den Live-Service-Shooter und angesichts neuer Projekte, die sich noch in einer frühen Konzeptphase befinden, könne das Studio nicht länger in seiner bisherigen Größe weiterarbeiten. Weitere Informationen zur künftigen Ausrichtung sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
Auch SIE-Chef Hermen Hulst bestätigte die Maßnahme in einer internen Mitteilung. Demnach sei die Entscheidung nach einer umfassenden Überprüfung der langfristigen Strategie, Entwicklungsprioritäten und des Ressourcenbedarfs getroffen worden. Gleichzeitig betonte Hulst, dass „Marathon“ weiterhin ein wichtiger Bestandteil des PlayStation-Portfolios bleibe und Sony die Entwicklung des Spiels sowie zukünftiger Projekte unterstützen werde.
Die Entlassungen folgen auf mehrere schwierige Jahre für Bungie. Bereits 2023 und 2024 hatte das Studio Hunderte Stellen gestrichen. Nach dem Abschluss der neunjährigen Inhaltsversorgung von „Destiny 2“ richtet sich der Fokus nun auf „Marathon“, während es derzeit keine konkreten Pläne für die Entwicklung von „Destiny 3“ geben soll.