SteelSeries Aeon Pro Controller (Peripherie-Tipp)

Der dänische Gaming-Zubehörspezialist SteelSeries ist vor allem für seine Headsets, Tastaturen, Mäuse und Mauspads bekannt. Alle paar Jahre bringt das Unternehmen jedoch auch einen Controller auf den Markt. Das neueste Modell heißt Aeon Pro, ist primär für die Xbox Series X/S und PCs konzipiert, versteht sich dank Bluetooth-5.0-Modul aber auch hervorragend mit Android- und iOS-Mobilgeräten.
12. Oktober 2026 - 12:01
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Die ABXY-Tasten, das D-Pad und die oberen Trigger-Tasten sind für bis zu zehn Millionen Betätigungen ausgelegt. Für die Tasten LT, RT sowie L3 und R3 gibt SteelSeries hingegen nur fünf Millionen an

In puncto Formfaktor und Layout orientiert sich das wahlweise in den Farben Schwarz und Weiß erhältliche Eingabegerät stark am offiziellen Xbox Wireless Controller. Die beiden Analogsticks sind versetzt angeordnet und die Aktions- und Schultertasten befinden sich an den gewohnten Positionen. Eine Ausnahme bilden die Ansicht-, Menü- und Share-Taste. Sie thronen beim Aeon Pro am unteren Rand des Pads, sind aber weiterhin gut erreichbar. Auf der Unterseite befinden sich außerdem vier programmierbare Zusatztasten. Leider lassen sie sich – anders als beim Elite Series 2 Controller von Microsoft – nicht gegen andere Varianten austauschen. Gleiches gilt für das ansonsten gelungene Steuerkreuz.

Im Gegensatz zu den offiziellen Pads von Microsoft verbauen die Dänen bei ihrem Premium-Controller in allen Fällen mechanische Schalter unterhalb der Tasten. Diese sorgen für eine noch höhere Lebensdauer und ein Quäntchen mehr Präzision. Zudem hat man sich für Hall-Effect-Analogsticks mit berührungslosen Sensoren entschieden, wodurch die viel diskutierte Stickdrift-Problematik von vornherein behoben wird – sehr gut! Mit 310 Gramm ist der Aeon Pro Controller ca. 30 Gramm schwerer als ein regulärer Xbox Wireless Controller, jedoch weiterhin leichter als ein Xbox Elite Series 2 Controller mit vier anmontierten Paddels (345 Gramm).

Zu den weiteren Komfort-Features gehören Schultertasten, deren Abzugsweg sich mit Hilfe von Schiebeschaltern auf der Unterseite begrenzen lässt – ideal für schnelle Reaktionen in Shootern aller Art. Dazu gesellen sich leicht austauschbare Analogstick-Aufsätze. Neben zwei regulären, muldenförmigen Stickkappen sind eine konvexe, nach außen gewölbte und eine längere, konkave Kappe enthalten. Pfiffig: Nicht genutzte Sticks werden auf der ebenfalls mitgelieferten Basisstation aufbewahrt. Hier kann man den Controller zudem bei Nichtgebrauch ablegen.

Besonders lobenswert ist das Batteriekonzept: Wie bei seinen Premium-Kopfhörern Arctis Nova Elite und Arctis Nova Pro Omni legt der Hersteller zwei Lithium-Ionen-Akkus mit je 700 mAh Leistung bei. Mit eingestecktem Headset halten diese jeweils ca. 12,5 Stunden durch, im Bluetooth-Betrieb sogar 14 Stunden. Wer darauf achtet, den jeweils nicht genutzten Akku im dafür vorgesehenen Schacht der Ladestation aufzuladen, kann mit diesem Headset also praktisch tagelang am Stück spielen. Auf Wunsch ist mit dem mitgelieferten USB-C-auf-USB-A-Kabel aber auch ein klassischer Kabelbetrieb möglich.

Eine weitere Besonderheit ist das in den Controller integrierte OLED-Smart-Display. Damit kann man nicht nur zwischen den Geräten und acht genre-spezifischen Profilen wechseln, sondern auch mühelos Tasten neu zuordnen, den Ladestand der Akkus überprüfen und vieles mehr. Komplexere Einstellungen, wie das Kalibrieren der Trigger oder die Deadzone-Einstellungen für die Sticks, werden hingegen über die kostenlose GG-Software am PC vorgenommen. Alles in allem ist es ein schönes, vielseitig nutzbares und wertig verarbeitetes Profi-Pad mit zahlreichen Komfortfunktionen. Mit 260 Euro ist es jedoch noch mal teurer als beispielsweise der Xbox Elite Wireless Controller Series 2 für 200 Euro. (soe/bpf)