Microsoft plant nach Angaben von Xbox-Chefin Asha Sharma keinen Verkauf seiner Gaming-Sparte. In einem Interview mit der New York Times wies sie entsprechende Spekulationen zurück. „Xbox steht nicht zum Verkauf“, erklärte Sharma.
Hintergrund sind Berichte über mögliche strukturelle Änderungen bei Microsoft Gaming. The Information berichtete im Juni, Microsoft habe unter anderem eine Abspaltung oder Neuorganisation von Xbox als vollständig kontrollierte Tochtergesellschaft geprüft. Eine solche Struktur könnte einen späteren Verkauf erleichtern. Konkrete Pläne für eine Abspaltung habe es dem Bericht zufolge jedoch nicht gegeben.
Sharma kündigte stattdessen an, unterschiedliche Partnerschaften, Geschäftsmodelle und Organisationsformen zu prüfen, um Xbox langfristig erfolgreicher aufzustellen. Microsoft-Chef Satya Nadella hatte bereits im Juli erklärt, das Unternehmen treffe bei Inhalten, Plattform und Organisation die notwendigen Entscheidungen, um das Gaming-Geschäft wieder auf Wachstum auszurichten.
Der Umbau geht mit deutlichen Einschnitten einher. Im Sommer kündigte Xbox den Abbau von 1.600 Stellen an, weitere Kürzungen folgten im September. Zugleich konzentriert Microsoft seine Gaming-Investitionen stärker auf große Marken wie Fallout und The Elder Scrolls.