Ubisoft zieht die Reißleine: Der Konzern streicht sechs Spiele, verschiebt sieben weitere und schließt zwei Studios. Gleichzeitig ordnet Ubisoft seine Entwicklungsarbeit grundlegend neu.
Zu den gestrichenen Projekten gehört unter anderem die Neuauflage von „Prince of Persia: Sands of Time“. Insgesamt fielen sechs Titel durch eine interne Qualitätsprüfung, darunter ein Mobile-Spiel sowie vier unangekündigte Projekte, drei davon neue Marken. Sie entsprachen laut Ubisoft nicht den verschärften Qualitätszielen. Sieben weitere, nicht näher benannte Spiele verschiebt das Unternehmen.
Im Zuge des Umbaus schließt Ubisoft die Studios in Halifax und Stockholm. Weitere Verkäufe von Unternehmenswerten schließt der Konzern zukünftig nicht aus. Zusätzlich will Ubisoft die Fixkosten bis 2027 um weitere 200 Millionen Euro senken. Wie viele Stellen betroffen sein könnten, ließ das Management offen.
Die neuen Creative Houses
Ubisoft bündelt seine Marken künftig in fünf eigenständigen Einheiten mit voller Verantwortung für Entwicklung, Publishing und Budget:
- Vantage Studios (Beteiligung von Tencent): „Assassin’s Creed“, „Rainbow Six“, „Far Cry“
- CH2 – Shooter: „The Division“, „Ghost Recon“, „Splinter Cell“
- CH3 – Live-Service-Titel: „For Honor“, „The Crew“, „Riders Republic“, „Brawlhalla“, „Skull & Bones“
- CH4 – Fantasy & Narrative: „Anno“, „Might & Magic“, „Rayman“, „Prince of Persia“, „Beyond Good & Evil“
- CH5 – Casual & Family: „Just Dance“, „Uno“, Hasbro-Marken
Zentrale Service-Teams unterstützen die Creative-Houses bei Technik, Qualitätssicherung und Planung. Mitarbeitende sollen zudem künftig wieder überwiegend in den Firmenbüros arbeiten.
Ubisoft-CEO Yves Guillemot spricht von einem notwendigen Schnitt. Der Umbau werde Ubisoft kurzfristig belasten, soll dem Konzern aber langfristig wieder zu mehr Qualität, Tempo und wirtschaftlicher Stabilität verhelfen.