Xbox-Chefin findet eigenen Game Pass zu teuer

Interne Kritik an steigenden Kosten für Spieler, Unternehmen prüft Anpassungen am Abo-System
14. April 2026 - 12:50
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Bei Microsoft steht der Xbox-Dienst Game Pass offenbar vor Veränderungen. Wie das US-Magazin The Verge berichtet, hat die neue Xbox-Chefin Asha Sharma intern eingeräumt, dass das aktuelle Modell für viele Spieler zu teuer geworden ist. In einem Memo an Mitarbeitende bezeichnete sie Game Pass als zentralen Bestandteil des Xbox-Angebots, betonte jedoch zugleich, dass die derzeitige Struktur nicht die endgültige Lösung sei.

Kurzfristig müsse ein „besseres Preis-Leistungs-Verhältnis“ geschaffen werden. Langfristig plane das Unternehmen ein flexibleres System, dessen konkrete Ausgestaltung noch getestet werden müsse. Details dazu nannte Sharma nicht. Erst vor sechs Monaten hatte Microsoft die Preise für die höchste Game-Pass-Stufe deutlich erhöht. Aktuell kostet Game Pass Ultimate 26,99 Euro im Monat, während weitere Stufen wie Premium (12,99 Euro), Essential (8,99 Euro) und PC Game Pass (14,99 Euro) verfügbar sind.

Hintergrund der Preisanpassungen sollen unter anderem hohe Kosten durch die Integration neuer „Call of Duty“-Titel gewesen sein. Berichten zufolge verzichtete Xbox im vergangenen Jahr auf mehr als 300 Millionen US-Dollar an direkten Verkäufen, um die Shooter-Reihe im Abo anbieten zu können. Intern wird deshalb offenbar auch diskutiert, ob „Call of Duty“ langfristig im Game Pass verbleiben soll. Sharma kündigte an, dieses Thema in Kürze ausführlicher mit den Teams zu besprechen.

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