game-Verband legt Forderungspapier vor

Der Bundesverband benennt Förderung, Regulierung und gesellschaftliche Wirkung als zentrale Handlungsfelder
05. August 2026 - 11:33
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Der game-Verband hat kurz vor dem Start der gamescom 2026 politische Forderungen für die deutsche und europäische Games-Branche vorgelegt. In der Erklärung „Lust auf Zukunft: Potenziale von Games nutzen“ ruft der Verband Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dazu auf, die kulturelle, wirtschaftliche und technologische Bedeutung von Computerspielen stärker zu berücksichtigen.

Im Mittelpunkt stehen drei Themenfelder. Deutschland und Europa sollen zunächst als Produktionsstandorte wettbewerbsfähiger werden. Dafür fordert der Verband unter anderem eine verlässliche Förderung von Gründungen und Produktionen, eine bessere Infrastruktur sowie Verbesserungen bei Ausbildung und Fachkräfteeinwanderung. Die in Deutschland angekündigte steuerliche Games-Förderung müsse zudem umgesetzt werden.

Daneben verlangt der Verband eine einfachere und verhältnismäßige Regulierung. Etablierte Jugendschutzsysteme wie USK, PEGI und IARC sollten gestärkt und nicht durch zusätzliche Vorgaben geschwächt werden. Als Beispiel nennt der game-Verband mögliche Regelungen im geplanten Digital Fairness Act der Europäischen Union.

Zudem hebt die Erklärung die gesellschaftliche Bedeutung von Games hervor. Spiele könnten demokratisches Engagement fördern und Menschen zur gesellschaftlichen Beteiligung motivieren. Nach Angaben des Verbands spielen rund sechs von zehn Menschen in Deutschland. Weltweit nutzen mehr als drei Milliarden Menschen Computer- und Videospiele.

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