Bücher und Comics zu Videospielen erreichen in Deutschland ein großes Publikum. Laut einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbands game und des Marktforschungsunternehmens YouGov hat rund ein Viertel der Deutschen ab 16 Jahren bereits einmal Literatur gelesen, die auf Computer- oder Videospielen basiert. Das entspricht etwa 17 Millionen Menschen. Besonders groß ist das Interesse bei jüngeren Zielgruppen: In der Altersgruppe zwischen 16 und 44 Jahren liegt der Anteil sogar bei 39 Prozent.
Die Verbindung zwischen Games und Literatur funktioniert dabei in beide Richtungen. Einige Spiele basieren auf bekannten Romanen, etwa „The Witcher“ oder „Metro 2033“. Umgekehrt erweitern Bücher und Comics die Geschichten populärer Spielreihen wie „World of Warcraft“ oder „God of War“ und erzählen neue Episoden aus ihren Universen.
Für viele Leserinnen und Leser liegt genau darin der Reiz. Laut Umfrage möchten 88 Prozent der Interessierten mehr über Hintergründe und Geschichten aus den Spielen erfahren. 87 Prozent verfolgen in Romanen oder Comics die Entwicklung von Figuren weiter. Auch neue Perspektiven auf bekannte Spielwelten spielen eine wichtige Rolle. Für 86 Prozent der Befragten sind entsprechende Bücher spannend, weil sie Geschichten aus Games fortsetzen oder anders beleuchten.
Insgesamt sehen 85 Prozent der Interessierten Literatur rund um Games als Möglichkeit, das Spielerlebnis über das eigentliche Spielen hinaus zu erweitern. Gleichzeitig zeigt die Umfrage weiteres Potenzial: Rund 11 Millionen Deutsche haben bislang noch keine Bücher oder Comics zu Games gelesen, können sich aber vorstellen, dies künftig zu tun.